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Patrick Rothfuss in Amsterdam: Amuse œil

Bis ich alle Fotos sortiert und Pats ausführliche Antworten auf die Fragen der Bibliotheka-Phantastika-User abgetippt habe, gibt es hier schon mal einen kleinen Appetithappen. Das Foto ist im American Book Center entstanden und zeigt schon mal eine bestimmte Seite des Autors:

Patrick Rothfuss Amsterdam - 095

Später mehr davon.

Morgen in Amsterdam

LogoBP2So, die Bibliotheka-Phantastika-User waren inhaltlich sehr engagiert bei der Fragenfindung. Patrick Rothfuss wird sich mit einigen knackigen Themenkomplexen auseinandersetzen müssen.

Mittlerweile habe ich alles gepackt, die Fotoausrüstung kontrolliert, neue Batterien ins Diktiergerät gesteckt, den iPod aufgeladen, die Route geplant und ausgedruckt und sogar schon den Wecker gestellt. Sind zwar nur 2h 40min Fahrtzeit, aber ich mache mich früh auf, um vor dem Interview noch ein wenig durch Amsterdam zu schlendern. Pat und ich treffen uns um morgen dann um halb drei, die Lesung beginnt um 18:30 im American Book Center, Spui 12.

Gleich Freitag morgen werde ich dann mit der Transkription des Interviews beginnen und es asap hier posten. Ergänzend dazu gibt es danach ein Pat-Porträt, außerdem bekommt Klett-Cotta einen Bericht von der Lesung für den Hausblog. Und natürlich stehen im Laufe des Tages haufenweise Fotos im MV-Photostream bei Flickr.

Nachtrag: Pat all over. Eben feedet Suvudu, der SF-/Fantasy-Blog von Randomhouse USA, einen Beitrag von Shawn Speakman. Der Autor singt dort das hohe Lied von Pats editorischem Perfektionismus und vermutet ein Erscheinungsdatum von „The Wise Man’s Fear“.

Patrick Rothfuss: Interview-Kooperation mit Bibliotheka Phantastika

Rothfuss_Patrick_swNeulich hatte ich ja schon darüber berichtet, dass Patrick Rothfuss, Autor von „Der Name des Windes“ zwar nach Europa, aber leider nicht nach Deutschland reist. Nun, wenn der Prophet nicht zum Blog kommt, dann muss der Blog eben zum Propheten kommen: Am 14. Mai liest Pat in Amsterdam, und ich fahre hin. Mit in meinem Gepäck: Zehn Fragen der Members of Bibliotheka Phantastika, dem deutschsprachigen Forum für Fantasy.

Das komplette Interview werde ich dann in Originalsprache an dieser Stelle zeitnah veröffentlichen. Wer Pat unbedingt ein paar dringende Fragen stellen möchte, sollte sich schleunigst bei Bibliotheka Phantastika registrieren. Dort können im dazugehörigen Thread entweder alle Fragen gepostet oder an die genannte Emailadresse geschickt werden. Am 13.5. um 18 Uhr ist Annahmeschluss!

Lost in Star Trek

Ein gelungener Kinoabend war das gestern: Das Publikum hat Zwischenapplaus gegeben, schräg hinter mir saßen drei Fans in schwarz-gelber Montur und der Film – großes Popcorn-Kino. 126 Minuten gingen wie im Warp-Flug vorbei.

Umfangreiche Kritiken stehen woanders, auch lange Erörterungen der zweifelhaften Schrifttreue von ST11 sind eher Forensache, ich will nur eine Gleichung in den digitalen Raum werfen:

KIRK + SPOCK ≈ SAWYER + JACK

Auf beiden Seiten des Ungefähr-Gleich-Zeichens haben wir je einen selbstgefälligen, ironisch bis zynischen, todessehnsüchtigen sowie schürzenjagenden Macho und einen innerlich zerrissenen, überheblichen sowie unnahbaren Rationalisten mit unterdrückter Emotionalität. Hinzu kommen jeweils problematische Situationen in den Elternhäusern und die Frau, hinter der beide her sind.

Sicher, das sind geradezu archetypische Ausgangssituationen für einen Konflikt unter echten Kerlen, der sich im All, auf der Insel oder in Dodge City entwickeln und entladen kann. Es fällt mir nur gerade auf, dass J. J. Abrams in zwei parallelen Produktionen ein sehr ähnliches Schnittmuster benutzt.

Nachtrag: Für alle Fans mit Sinn für visuelle Ästhetik habe ich die oben aufgestellte Abrams’sche Gleichung durch den Typo-Kunst-Generator von Wordle.net gejagt. Ich finde, die entstandene Grafik verdeutlicht das komplizierte Beziehungsgeflecht der handlungstragenden Protagonisten sowie die vorherrschende Dissonanz von Rationalität und Emotion:

Abrams' equation

Wochenrückblick, mittig: Star Trek und die Medien

d4_1024Offiziell läuft der neue Star-Trek-Film (ST11) zwar erst morgen in deutschen Kinos an, doch heute abend haben eingefleischte Enterprise-Fans bereits die Möglichkeit, in Preview-Aufführungen zu gehen. Ich schiebe an dieser Stelle einen mittigen Wochenrückblick ein, denn das Netz summt nur so von Vorab-Berichterstattung und Diskussionen.

Die Presse-Screenings sind bereits gestern gelaufen, ich habe mal ein paar meinungsmäßig zum Teil sehr auseinander driftende Kritiken der größten Nachrichtenmagazine herausgepickt. Die Urteile der jeweiligen Redakteure könnten  in der Community für leidenschaftliche Diskussionen sorgen.

Los geht‘s:

  • Auf Welt.de findet Harald Peters, dass ST11 in weiten Teilen dem vulkanischen Primat der unbedingten Logik zuwiderläuft.
  • Auch von bedingungslosem Fandom hält man auf Welt.de nicht viel, Thorsten Thissen attestiert ST-Anhängern tendenziell Intoleranz.
  • David Kleingers von Spiegel.de sieht in glühender Ikonen-Verehrung nichts verwerfliches, er freut sich über eine „Pyjamaparty“ mit poppigen Plot.
  • Dass die „Riesensause im All“ tatsächlich ein Grund zum Feiern ist, findet auch Bert Rebhandl von FAZ.net und verortet das wahre Gefühl bei Spock.
  • Geradezu fundamentalistisch hingegen ist das harsche Urteil von Peter Mühlbauer auf Telepolis.de. Für ihn ist der Film so eine Art entleerter Phaser ohne Zielvorrichtung.
  • Solcherart Kritik perlt an ST11-Regisseur J. J. Abrams ab. Im Interview mit Stern.de spricht er vom „Optimismus der Show“ und davon, dass man über Filme besser nicht alles wissen sollte.
  • Ähnlich sieht das Romulaner-Bösewicht Eric Bana auf Focus.de. Zu den Stärken des Films gehört für ihn aber auch, dass „er sich selber nicht so ernst nimmt“.
  • Zwei Daumen hoch von Maik Söhler. Auf Netzeitung.de begründet er, warum ST11 ein Wunder darstellt.
  • Bevor auf Zeit Online über Inhalte diskutiert wird, fragt man erstmal Wissen ab. In diesem Quiz mag sich jeder testen, der nachher auf einer gemeinsamen Basis mitreden will.

Frühlingsbücher 6: Chloe Healy, TOR UK

Der letzte Beitrag in Sachen phantastischer Frühjahrsliteratur kommt von Chloe Healy, Sprecherin von TOR UK:

city-and-the-city-fc„Spring 2009 is a hugely exciting time for Tor UK. The team here is relatively new; Editorial, Marketing and Publicity changed hands in 2008. We’ve brought lots of new energy and ideas to the table and plans are coming to fruition. We’ve just announced a partnership with one of the leading UK SF magazines, SciFiNow, to find the next Tor author. We’ll be asking UK-based readers to submit a full synopsis and the first three chapters of their Science Fiction or Fantasy novel and the judging panel will announce the winner of a publishing contract with Tor in November.

In other news, six Tor authors were dominating the literature events programme at this year’s Sci-Fi-London festival (29 April – 4 May). China Miéville, Tony Ballantyne, Adrian Tchaikovsky, Liz Williams, Mark Charan Newton and Charles Stross all have been discussing their latest works alongside SF luminaries Stephen Hunt, Joe Abercrombie, Nick Harkaway and Stephen Deas. Look out for video footage of the events on Sci-Fi-London.com and SciFiNow.co.uk.

We’re also celebrating John Scalzi’s Hugo award nomination for Zoe’s Tale and the acquisition of three more books in Adrian Tchaikovsky’s brilliant ‘Shadows of the Apt’ series.

godoclocks

Spring publishing highlights include the much anticipated new novel from China Miéville, The City & The City (May 2009). It’s a bold new direction for China; a speculative fantasy novel within the structure of a police procedural crime mystery. Early review coverage deems it ‘head and shoulders above most of its peers in the genre‘. It will doubtless be one of the very best speculative fiction titles of 2009’ Pat’s Fantasy Hotlist.

June sees the publication of a stunning debut, Nights of Villjamur, from a promising name to watch in British fantasy: Mark Charan Newton. And in July we’ll be celebrating a new novel from Alan Campbell, God of Clocks, volume three of the Deepgate Codex.

Further treats to look forward to later in the year include new novels from Adrian Tchaikovsky, Neal Asher and Gary Gibson. You can keep up to date with goings in Spring and beyond at panmacmillan.com.“

„Yes We Can“ auf der FedCon XVIII

wallpaper_03_1600_1200Wie die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre Star Trek gerettet hat

„Und dann stand da Dr. Martin Luther King vor mir – mir fehlten die Worte, was sonst nie vorkam.“ Die Zuschauer im großen Konferenzsaal des Bonner Maritim-Hotels hängen an Nichelle Nichols Lippen: „Er sagte, dass meine Rolle als Uhura nicht aufgeben dürfe, sie stünde für so vieles, was den Kern der Bewegung ausmacht. Man stelle sich das vor: Eine farbige Frau an vierter Stelle des Kommandos, das ist die Vision, die meinen Kindern zeigt, was eines Tages möglich sein kann in unserer Gesellschaft!“

Und Nichelle Nichols spielte weiter in Star Trek, anstatt ihre Gesangskarriere wieder aufzunehmen. Niemand kann sagen, zu welchen Ehren sie damit gekommen wäre. Doch auf der Opening Ceremony der 18. Federation Convention in Bonn bekam sie nach ihrer bewegenden Rede minutenlang Standing Ovations von Fans aus aller Welt.

Neben der Grande Dame des Star-Trek-Kults stand von den 28 illustren Stargästen der FedCon klar Edward James Olmos im Mittelpunkt. Vor seinem Auftritt brachte Michael Hogan das Publikum dazu, ein mehrfach donnerndes „So say we all“ zu rufen, das dann nahtlos in Jubel für den Angekündigten überging. Olmos aka Adama konnte zwar nicht mit einem Fürsprecher auf hoher politischer Ebene aufwarten, doch wenn Arnold Schwarzenegger schon Gouverneur werden konnte, so stünden die Chancen für den sozial engagierten und als sehr integer geltenden Schauspieler bei einer Kandidatur fürs Präsidentenamt mit Sicherheit gut.

fedcon-pressekonferenz

Politische Aspekte standen auch schon morgens bei der Pressekonferenz im Mittelpunkt. Als ein Medienvertreter die Frage stellte, wie es sich denn jetzt mit Barack Obama als Staatenlenker lebe,konnte Jeffrey Combs (Deep Space 9, Voyager) nicht mehr an sich halten und sprang mit den Worten „Wooo-hooo! Best president we ever had!“ von seinem Stuhl auf, was ihm nachdrücklichen Beifall von allen Seiten einbrachte.

Etwas profaner, wenngleich ebenso nachvollziehbar, war es, wie sich Robert Picardo (Voyager) über seine erste Pressekonferenz freute, bei der Gummibärchen gereicht wurden. Mark Sheppard (BSG) hingegen machte deutlich, dass er überzeugt sei, die Erde sei angesichts der stetig wachsenden weltweiten Fangemeinde nun an Geeks vererbt worden.

Dann passt das Motto „The Golden Future“ der diesjährigen Veranstaltung auch ins geschäftliche Konzept, denn sollten alle der über 5.000 Fans aus 27 Ländern, die in diesem Jahr die FedCon besucht haben, diese Überzeugung mit missionarischem Eifer daheim weitervermitteln, wird sich Veranstalter Dirk Bartholomä wohl im nächsten Jahr eine größe Location suchen müssen.


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